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Ökumenischer Namenkalender
Andreas von Kreta


Orthodoxe Kirche: 4. Juli

Die orthodoxe Kirche nennt zwei Heilige dieses Namens, den Erzbischof Andreas von Kreta und den Märtyrer Andreas von Kreta. Erzbischof Andreas von Kreta (auch Andreas von Jerusalem gennant) wurde 660 in Damaskus in einer frommen christlichen Familie geboren. Mit 14 Jahren ging er nach Jerusalem und wurde Mönch im Mar Sabas Kloster. Wegen seiner Gelehrsamkeit wurden ihm bald Aufgaben im Patriarchat von Jerusalem übertragen. 685 sandte ihn Patriarch Theodor von Jerusalem nach Konstantinopel um ein oekumenisches Konzil anzustoßen. Andreas blieb dann zunächst in Konstantinopel und wurde Erzdiakon an der Hagia Sophia.
Das Konzil wurde 691 von Kaiser Justinian II. (685-695) einberufen und Andreas wurde nach dem Konzil oder nach anderen Quellen um 700 zum Erzbischof von Gortyna in Kreta ernannt. Er wirkte bis zu seinem Tode als Bischof. Er starb auf dem Rückweg von Konstantinopel auf der Insel Mytilene. Als Todesjahr werden 712 und 726 angegeben.
Andreas schrieb viele liturgische Gesänge. Er war auch der Erfinder einer neuen liturgischen Form, des Kanons. Sein großer Bußkanon, der 250 Troparien umfaßt, wird auch heute in der Fastenzeit in der griechisch-orthodoxen Kirche gebetet. Auch zahlreiche andere liturgische Stücke, die weiterhin im Gebrauch sind, wurden von ihm verfaßt oder werden ihm zugeschrieben.

Der große Bußkanon (PDF-Datei in deutscher Sprache)


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 04-10-14
 

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